Ohne Sauerstoff kein
Leben
Herbert Ziesse
(51) ist ein sowohl in Deutschland als auch in Spanien zugelassener Heilpraktiker
und arbeitet seit zwölf Jahren auf
Mallorca. Ziesse ist ein Verfechter der naturnahen Sauerstoff-Therapie.
"Ohne Sauerstoff kein Leben", sagt er. Für ihn liegen die
Ursachen
vieler Krankheiten im Sauerstoffmangel, der die Fließeigenschaften
des Blutes ebenso negativ beeinflusst wie die zelluläre
Stoffwechselleistung. "Zu wenig Sauerstoff in Blut und Gewebe führt
zu Frühalterung und Vitalitätsverlust", erklärt Ziesse.
Dem Mangel
begegnet er mit einem speziellen Entgiftungsbad. Der Heilpraktiker erklärt:
"Die Patienten setzen sich für eine halbe Stunde in eine
luftdicht abschließende Kabine, nur der Kopf schaut heraus. Dann
leite ich sowohl die Gewebe aktivierende Kohlensäure als auch das
den dreiwertigen Sauerstoff Ozon hinein. Beide Gase werden auf 37 Grad
temperiert, das Dampfbad hat also nichts mit der Kreislauf
belastenden Sauna zu tun." Jeweils zehn Liter von Kohlensäure
und Ozon fließen pro Minute in die Kabine, das entstehende Kondensat
wird aufgefangen und nach dem Bad den Patienten gezeigt. "Die sind
immer sehr erstaunt über die vielen Verunreinigungen", sagt
Ziesse und erklärt, dass es sich bei seinem Dampfbad eben um eine
regelrechte Entgiftung handelt. "Die Kohlensäure öffnet
die Poren
der Haut und löst belastende Stoffe. Der Aktiv-Sauerstoff aus dem
Ozon dringt tief ins Gewebe ein und sorgt für eine verstärkte
Ausschüttung von Phagozyten, körpereigenen Fresszellen, die
Bakterien und fremde Eiweißstoffe vernichten. Auf diese Weise begegnen
wir der Abwehrschwäche, dem millionenfaches Zivilisationsleiden.
High-Tech für
mehr Leistungsfähigkeit
Nach dem Kohlensäure-Ozon-Dampfbad
verordnet der Heilpraktiker seinen Patienten in der Regel noch eine 60
Minuten dauernde
Magnetfeld-Therapie auf einer körpergroßen Induktionsmatte.
Die Zellen aktivierenden Impulse werden mit Chipkarten gesteuert, deren
Programmierung Ziesse vorher exakt nach dem Krankheitsbild seiner Anvertrauten
vornimmt. Während die Ströme unbemerkt durch den
Körper wandern, atmet der Patient ionisierten Sauerstoff ein, und
zwar rund zehn Liter pro Minute. Wie Ziesse erklärt, habe das Einatmen
von normalem Sauerstoff medizinisch keinen besonderen Effekt. Erst die
Ionisierung - also das elektrische Aufladen der Sauerstoff-Atome
- habe therapeutische Wirkung, da nur so die die Phagozyten-Produktion
angeregt werde. Ziesse: "Ein gesunder Körper hat eine
Zellspannung von 70 bis 90 Millivolt. In diesem Zustand ist der Organismus
in der Lage, Nährstoffe aufzunehmen und Giftstoffe wie
Stoffwechselschlacken auszuscheiden." Ein gestresster und geschwächter
Körper verfüge aber nur noch über 10 bis 20 Millivolt
Zellspannung, so der Heilpraktiker weiter. Daher sei es verständlich,
dass Abfallprodukte nur noch vermindert ausgeschieden werden
könnten. "Durch die Ionisierung des Sauerstoffs bei der Inhalation
in Verbindung mit dem durch die Chipkarten gesteuerten Magnetfeld
kann das elektrische Defizit wiederhergestellt werden", sagt Ziesse
und verweist auf entsprechende Untersuchungen von Dr. Ulrich
Warnke an der Universität des Saarlandes. Doch trotz der therapeutischen
Erfolge stellt Ziesse eines klar: "Bei akuten Erkrankungen
muss immer ein Arzt konsultiert werden. Der Heilpraktiker kann den Schulmediziner
keineswegs ersetzen, sondern sollte mit ihm
zusammenarbeiten."
Das sagt der Arzt
Dr. med. Rudolph
Weber, Hanau: "Durch eine kombinierte Kohlensäure-Ozon-Behandlung
werden die Stoffwechselfunktionen der Haut
und des Gewebes gesteigert. Elastizität und Spannkraft der Haut verbessern
sich erheblich, die Hautfunktion ist aktiver und damit die
Zellteilung und Zellerneuerung. Die Kohlensäure-Ozon-Behandlung hat
außerdem positive Wirkungen auf die Mikrozirkulation des Blutes.
Man weiß auch aus zahlreichen Messungen, dass durch diese Therapie
die unspezifische körpereigene Abwehr stimuliert wird.
Das geschieht durch eine Anregung der phagozytären Abwehr.
Dabei soll's wirken
Laut Ziesse
eignet sich die Kohlensäure-Ozon-Therapie zur allgemeinen Erhöhung
der Leistungsfähigkeit. Typische Indikationen
sind außerdem: Migräne, Rheuma, Fibromyalgie, Tinnitus, schlecht
heilende Wunden, Schwermetall-Ausleitung sowie
Durchblutungsstörungen der Netzhaut (letzteres hat die freie Universität
in Berlin belegt).